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Ist Chanukka das jüdische Weihnachten?
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Nein, aber Chanukka ist auch ein Lichterfest und fällt in die Weihnachtszeit.

Auch wenn das jüdische Chanukka oft in den gleichen Zeitraum wie Weihnachten fällt, haben die beiden Feste nichts miteinander zu tun. Im Judentum erinnert Chanukka an die Befreiung des Tempels in Jerusalem 164 v.d.Z., welcher zuvor unter der Besatzung hellenisierter Juden und makedonischer Seleukiden stand. Die Besatzer unterdrückten die jüdische Bevölkerung und untersagten ihnen das Ausüben ihrer Religionspraktiken. Eine kleine jüdische Widerstandsbewegung, die Makkabäer, wehrte sich und konnte sich gegen das ihnen zahlenmäßig weit überlegene Heer des seleukidischen Königs Antijochus IV. durchsetzen. 

Chanukka wird acht Tage lang gefeiert. Jeden Tag wird eine Kerze auf dem Chanukka-Leuchter, der Chanukkia, entzündet. Diese Tradition erinnert an ein Wunder, das sich bei der Wiedereinweihung des Tempels ereignet haben soll. Obwohl für den Leuchter im Tempel nur noch Öl für einen Tag vorhanden war, reichte das Öl unerwartet für acht Tage, solange bis neues Öl hergestellt worden war. Aus diesem Grund werden zu Chanukka traditionell viele fettige Speisen wie Kartoffelpuffer und Pfannkuchen gegessen, die an das Öl-Wunder erinnern. Eine große Geschenke-Tradition wie zu Weihnachten gibt es an Chanukka zwar nicht, aber das Fest wird auch im Kreise der Familie verbracht. Kinder bekommen von ihren Verwandten oftmals Kleinigkeiten wie Süßigkeiten oder Geld zugesteckt.

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Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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