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Was ist ein Kibbuz?

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Ursprünglich ist ein Kibbuz eine ländliche Kollektivsiedlung mit gemeinschaftlichem Eigentum, die sich durch eigene Arbeitskraft und eigene materielle Ressourcen aufrechterhält.

Der Begriff Kibbuz stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „Versammlung“ oder „Sammelplatz“. Kibbuzim (Plural von Kibbuz) wurden zu Anfang des 20. Jahrhunderts im Rahmen der zionistischen Bewegung gegründet, um das Land zu kultivieren, gemeinschaftlich zu leben und eine sozialistische Lebensweise zu fördern. 

Die Mitglieder eines Kibbuz teilen traditionsgemäß Eigentum, Ressourcen und Arbeit. Die Entscheidungen werden oft demokratisch getroffen und die Gewinne gleichmäßig unter den Mitgliedern verteilt. 

Ursprünglich waren Kibbuzim stark auf Landwirtschaft ausgerichtet, aber im Laufe der Zeit haben sich viele von ihnen diversifiziert und sind in verschiedene Wirtschaftszweige wie Industrie, Dienstleistung und Technologie expandiert. Trotzdem haben einige Kibbuzim ihre landwirtschaftlichen Wurzeln bewahrt. Heute sind fast alle Kibbuzim privatisiert. Auch wenn der Gemeinschaftssinn noch immer im Vordergrund steht, wurden die strengen sozialistischen Vorstellungen weitestgehend abgebaut. Während zum Zeitpunkt der Gründung des Staates Israel etwa 8 Prozent der Bürger Israels in einem Kibbuz wohnten, sind es heutzutage noch etwa 1,8 Prozent der Bevölkerung.

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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