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Sind Juden ein Volk oder eine Religionsgemeinschaft?

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Das Judentum ist eine Ethnoreligion. Das bedeutet, dass Juden ein Volk mit ihrer eigenen Religion sind und bedingt durch unterschiedliche zeitliche und geografische Faktoren auch unterschiedliche kulturelle Ausprägungen entwickelt haben.  

Die Frage danach, ob Juden ein Volk oder eine Religionsgemeinschaft sind, ist vielschichtig. Die jüdische Gemeinschaft ist keine homogene Masse, sondern geprägt von kulturellen, ethnischen sowie religiösen Faktoren. Von säkularen Juden, die nicht nach den religiösen Gesetzen der Tora leben, bis hin zu (ultra)orthodoxem strengreligiösen Judentum, sind alle Ausprägungen präsent. Da das Judentum sowohl Religion als auch Volkszugehörigkeit bedeutet, bleibt man Jude, auch wenn man im religiösen Sinn nicht an Gott oder die Tora glaubt. Gleichzeitig kann man zum Judentum im religiösen Kontext konvertieren und tritt damit nicht nur der Religion, sondern auch der Volksgemeinschaft als Ganzes bei. So betrachten viele Juden ihre Identität als eine Kombination aus ethnischen, religiösen und kulturellen Komponenten. Sie sehen sich als Teil einer ethnischen Gruppe mit gemeinsamer Geschichte und Kultur sowie auch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft, deren Praktiken ihr Leben prägen.

Weiterführende Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

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Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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