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Ist es okay, einen Juden zum Jüdischsein zu befragen?

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Kommt drauf an.

Die meisten Menschen in Europa haben kaum persönlichen Kontakt zu Juden. Eine gewisse Neugier ist daher zu verstehen. Identität ist allerdings ein sehr persönliches Thema und Juden sind es, genau wie andere Personengruppen, niemandem schuldig, Frage und Antwort zu stehen. Des Weiteren kann es für Juden verletzend sein, immer auf diesen Teil ihrer Identität reduziert zu werden. Daher ist Feingefühl gefragt. Wie überall im Leben gilt: Wer freundlich fragt, bekommt meist auch eine hilfreiche Antwort. 

Alternativ bieten sich Initiativen wie Meet a Jew an, die explizit dafür gegründet wurden, um Begegnung und Dialog zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen in Deutschland zu fördern. In Österreich und der Schweiz gibt es ähnliche Programme, die Likrat heißen. Interessierte können online ein Treffen mit einem Juden anfragen, der sich explizit dafür gemeldet hat, zum Jüdischsein befragt zu werden. 

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

Die Fragemauer

Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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