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Warum ist das Judentum keine missionierende Religion?

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UNSERE ANTWORT

Das Judentum erhebt keinen alleinigen Anspruch auf Wahrheit und Erlösung, sondern akzeptiert, dass man auch auf anderen Wegen ethisch leben kann. Dementsprechend wird nicht missioniert. 

Während in anderen monotheistischen Religionen (Christentum und Islam) die Zugehörigkeit zur jeweiligen Glaubensgemeinschaft als Voraussetzung für Heil oder Erlösung gilt, lehrt das Judentum, dass auch Nichtjuden gottgefällig und ethisch gerecht leben können, ohne jüdisch werden zu müssen. Zentral ist dabei die Idee des Bundes (Brit): Nach jüdischem Verständnis hat Gott mit dem Volk Israel einen besonderen Bund geschlossen, der mit spezifischen Verpflichtungen verbunden ist. Darunter gehören zum Beispiel die 613 Gebote der Tora (Mitzwot). Für die nichtjüdische Menschheit gelten hingegen die sieben noachidischen Gebote, ein ethisches Grundgerüst (z. B. Verbot von Mord, Diebstahl, Götzendienst), dessen Einhaltung – aus jüdischer Sicht – ausreichend ist, um als „gerechter Nichtjude“ zu gelten.

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

Die Fragemauer

Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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