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Spielt die Mädchenbeschneidung im Judentum (irgendwo auf der Welt) eine Rolle?

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UNSERE ANTWORT

Grundsätzlich nein, mit Ausnahme einer kleinen Gruppe äthiopischer Juden.

Mädchenbeschneidung, genauer gesagt die weibliche Genitalverstümmelung (FGM), ist kein Bestandteil des Judentums. Sie wird weder in der Tora erwähnt noch religiös vorgeschrieben. Im Gegenteil: Das Judentum legt großen Wert auf den Schutz des Körpers, und körperliche Verstümmelungen gelten als unvereinbar mit religiösen Grundsätzen.

Allerdings gibt es eine regionale Ausnahme: In Äthiopien war und ist FGM lange Zeit eine kulturell weit verbreitete Praxis, die unter Christen, Muslimen und auch einer kleinen Gruppe äthiopischer Jüdinnen und Juden praktiziert wurde. Die Beschneidung von Mädchen war dort also kein religiöses, sondern ein gesellschaftlich-kulturelles Phänomen, das über alle Religionsgrenzen hinweg praktiziert wurde. 

In Israel gibt es abgesehen von Migrantinnen aus Regionen, in denen FGA praktiziert wird, keine dokumentierten Fälle von FGA. In Interviews mit eingewanderten äthiopischen Jüdinnen in Israel gaben alle Befragten an, diese Praxis nicht an ihre Töchter weitergeben zu wollen. Sie betrachten sie als Teil der Vergangenheit und der Herkunftsgesellschaft, nicht als Teil ihrer jüdischen Identität. 

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Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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