Weil es im Judentum das Namenstabu gibt, wird der Name Gottes aus Ehrfurcht nicht ausgesprochen.
In der hebräischen Bibel wird der Name Gottes „YHWH“ (JAHWE) geschrieben. Auch dieser Name wird, wie „G-tt“, ohne Vokale geschrieben, im Englischen „G-d“ und im spanischen „D’s“. Solche vermeidenden Schreibweisen sollen verhindern, den Namen Gottes in eine Form zu bringen, in der er beschmutzt werden kann. Man vermutet, dass hier auch der Gedanke dahinter steht, dass monotheistische Religionen wie das Judentum keinen Eigennamen für Gott benötigen, da es außer ihm keine anderen Götter gibt, von denen man ihn unterscheiden muss.
Oft wählen Menschen jüdischen Glaubens Umschreibungen wie „HaSchem“, übersetzt „der Name“ oder „Adonai“ für „mein Herr“. In älteren Teilen der Bibel steht der Name Gottes 7000-mal, im Neuen Testament, im Talmud und auch im Koran kommt der Name Gottes jedoch gar nicht mehr vor. Vor der Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 v. Chr. durfte nur der Hohepriester den Gottesnamen am Feiertag Jom Kippur aussprechen.
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