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Ist es antisemitisch, wenn jüdische Israelis Israel verlassen und in Deutschland leben? Schließlich ist Israel doch die Zuflucht der Juden. Widersprechen diese Israelis dann nicht unserer deutschen Staatsräson?

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UNSERE ANTWORT

Nein, es ist nicht antisemitisch, wenn jüdische Israelis sich entscheiden in Deutschland zu leben. Eine solche persönliche Entscheidung steht auch nicht im Widerspruch zur deutschen Staatsräson.

Die deutsche Staatsräson beinhaltet das Bekenntnis zur Sicherheit und zum Existenzrecht Israels – dem einzigen jüdischen Staat weltweit, der für viele Juden als Zufluchtsort dient. Dennoch sind Jüdinnen und Juden, und somit selbstverständlich auch jüdische Israelis, nicht gezwungen, dort zu leben. Die Entscheidung jüdischer Israelis nach Deutschland umzuziehen ist als individuelle Wahl – und keinesfalls als antisemitische, also von Judenhass motivierte, Handlung zu bewerten. 

Antisemitisch ist es hingegen, die Autonomie jüdischer Menschen infrage zu stellen und ihnen vorschreiben zu wollen, wo sie leben dürfen. Die Freiheit, im Einklang mit dem Gesetz, den eigenen Lebensmittelpunkt selbst zu bestimmen gilt universell – auch für jüdische Israelis. 

Weiterführende Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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