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Was berechtigt einen Menschen dazu, sich als Jude zu bezeichnen? Wie kann ich wissen, ob ich selbst Jude bin?

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UNSERE ANTWORT

Gemäß der Halacha (jüdisches Religionsrecht) sind Kinder jüdischer Mütter Juden. Zudem kann man nach einen langwierigen uns komplexen Konversionsprozess von einem Rabbinatsgericht den Übertritt zum Judentum vornehmen lassen. 

Da im Judentum das Prinzip der Matrilinearität gilt, sind Menschen, die einen jüdischen Vater und eine nichtjüdische Mutter haben, streng genommen keine Juden. Dies führt innerhalb der jüdischen Gemeinschaft zu Debatten um Identität, Zugehörigkeit und der religiösen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Während orthodoxe Gemeinden an der konservativen Definition der Halacha festhalten, orientieren sich liberale und Reformgemeinden an einem Beschluss der Central Conference of American Rabbis aus dem Jahr 1983. Demnach ist man auch Jude, wenn man „nur“ einen jüdischen Vater und keine jüdische Mutter hat. Voraussetzung dafür ist eine jüdische Erziehung und eine öffentliche Identifikation mit dem jüdischen Volk.

Weitere Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

Die Fragemauer

Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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