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Ist es wahr, dass Theodor Herzl seinen Sohn nicht beschneiden ließ?

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Ja, als nichtreligiöser Jude und Anhänger des Reformjudentums lehnte Theodor Herzl den traditionellen Brauch der Beschneidung ab.

Theodor Herzl gilt als liberaler Vordenker des Zionismus und wichtiger Wegbereiter des heutigen Staates Israels. Da es bereits im 19. Jahrhundert viele Diskussionen zu Alternativen der Beschneidung innerhalb des Reformjudentums gab, wundert seine Haltung, den eignen Sohn nicht beschneiden zu lassen, nicht. 

Die Beschneidung (Brit Mila) erfolgt im Judentum normalerweise am 8. Lebenstag. Sie ist seit der Antike ein zentrales jüdisches Ritual, wird aber auch innerhalb des Judentums diskutiert. Die Debatte betrifft vor allem Fragen vonReligionspflicht, Kindeswohl, medizinischen Risiken und individueller Selbstbestimmung. Vor allem in liberalen Strömungen wird die Bescheidung kritisch betrachtet. Die traditionelle Position sieht sie jedoch weiterhin als zentrales religiöses Gebot und Identitätsmerkmal.

Weiterführende Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

Herz
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Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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