Ein Teil der jüdischen Gemeinschaft begann in den 1770er und 1780er Jahren durch die Entstehung der Aufklärungsbewegung „Haskala“ weltlicher zu leben. Dies war vor allem eine Schutzmaßnahme, um in der damaligen Gesellschaft weniger hervorzustechen und Diskriminierung zu entgehen.
Die „Haskala“, auch bekannt als „jüdische Aufklärung“, entstand im Zeitraum der 1770er und 1780er Jahre hauptsächlich in Berlin. Nach der Französischen Revolution strebte diese Bewegung die Eingliederung der Juden in die weltliche Gesellschaft an, da Juden bis dahin zum größten Teil stark von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden.
Ziel der Haskala-Bewegung war es, die jüdische Bevölkerung durch die kulturelle Assimilation vor Anfeindungen in der Öffentlichkeit zu schützen. Das Gedankengut der Französischen Revolution ebnete in den 1860-er Jahren den Weg zur Gleichberechtigung von jüdischen Bürgern, erlaubte Juden in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens tätig zu werden und schuf den Zugang zu mehr Berufsfeldern. Mit der Aufklärung hinterfragten auch immer mehr Bürger die negative Einstellung und Vorurteile gegenüber Juden.
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