Der „Tanach“ gilt mit seiner Sammlung biblischer Texte und Überlieferungen als eine der heiligsten Schriften des Judentums, während der „Talmud“ die Auslegung und Anwendung der Tora enthält. Zusammen bilden sie die Grundlage jüdischen Glaubens, der jüdischen Lebenspraxis und der jüdischen Ethik.
Das Judentum leitet als Schriftreligion viele seiner Glaubenspraktiken und Gebote aus heiligen Schriften und Texten ab. Als zentrales Werk zählt hier der „Tanach“. Er wird oft auch als hebräische Bibel bezeichnet und enthält die „Tora“ (dt. Gesetz oder Lehre), „Nevi’im“ (dt. Propheten“) und „Ketuvim“ (dt. Schriften). Die Tora gilt dabei als heiliges Werk, welches Moses am Berg Sinai von Gott offenbart wurde. Während die Tora mit den fünf Büchern Moses zentrale Erzählungen, historische Überlieferungen und sich daraus ableitende Gebote und Gesetze zur Orientierung in moralischen und ethischen Fragen enthält, thematisieren die Werke Nevi’im und Ketuwim die historisch prophetischen Bücher, sowie verschiedene Schriften über Poesie, Weisheitsliteratur, Psalmen und Klagelieder.
Darüber hinaus ist der „Talmud“ (dt. Belehrung oder Studium) das wichtigste Lehrbuch des Judentums, da er die zentrale Sammlung an rabbinischen Schriften, Erläuterungen, Interpretationen und Diskussionstexten zur Tora enthält.
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