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Wie steht das Judentum zur Evolutionstheorie?

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UNSERE ANTWORT

Das Judentum hat grundsätzlich kein Problem mit der Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zur Vereinbarkeit von Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte gibt es jedoch unterschiedliche Standpunkte.

Ultraorthodoxe Juden lehnen die Evolutionstheorie größtenteils ab und erklären die Entstehung der Welt und des Menschen anhand der biblischen Schöpfungsgeschichte.

Viele jüdische Stimmen sehen jedoch in beiden Theorien Parallelen. So argumentierte der deutsche Rabbiner Samson Raphael Hirsch bereits im 19. Jahrhundert, dass beide einen graduellen Prozess darstellen, in dem einfache Organismen sich zu komplexeren entwickeln und dass jeder Schritt der biblischen Schöpfung als ein Stadium der Evolution interpretiert werden kann.

Der Punkt, an dem Schöpfungsgeschichte und Evolutionstheorie voneinander abweichen, ist die Intention der Entstehung. Während die Evolutionstheorie davon ausgeht, dass die Entwicklung von Organismen durch Rahmenbedingungen und natürliche Selektion vorangetrieben wird, weist die Schöpfungsgeschichte ihr eine tiefere Bedeutung zu.

Weiterführende Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

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Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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