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Nein, Pessach und Ostern sind zwei verschiedene Feste. Tatsächlich aber gibt es eine Verbindung: Das christliche Ostern entwickelte sich nämlich aus dem jüdischen Pessach heraus.  

Das jüdische Pessachfest erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei sowie seinen Auszug aus Ägypten. Das Fest beginnt mit dem zeremoniellen Seder-Abend, den Juden meist im Kreise von Familie und Freunden verbringen. Er läutet das in Israel siebentägige, in der Diaspora achttätige Fest der ungesäuerten Brote ein. An Pessach konsumieren die meisten Juden keine gesäuerten oder gärenden Lebensmittel, um an die eilige Flucht aus Ägypten zu erinnern, bei der keine Zeit für Säuerungs- oder Gärungsprozesse war. 

Im Christentum wird an Ostern die Auferstehung Jesu Christi nach seiner Kreuzigung durch die Römer gefeiert. Es ist das älteste und höchste Fest im christlichen Kirchenjahr. Tatsächlich entwickelte es sich aus dem jüdischen Pessach heraus, was sich noch heute an vielen Gemeinsamkeiten zeigt: So leitet sich schon der Name des Osterfests in vielen Sprachen von Pessach ab (z.B. französisch Pâques, italienisch Pasqua). Auch wird in den Gottesdiensten der Osternacht die Geschichte der Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erzählt. Das Christentum stellt nämlich an Ostern eine Verbindung zwischen der Erlösung des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Sklaverei und der Erlösung der Christen durch Jesus Christus her. Des Weiteren habe viele Speisen, die an Ostern verzehrt werden, ihren Ursprung in jüdischen Pessachbräuchen. So ist es beispielsweise sowohl an Pessach als auch an Ostern üblich, Lamm zu essen und Wein zu trinken.

Während die beiden Feste heute zeitlich nah beieinander liegen, aber nur manchmal zusammenfallen, wurden sie lange zeitgleich gefeiert. Das Konzil von Nicäa entschied 325 n.d.Z allerdings, Ostern von Pessach terminlich zu lösen, um das Christentum deutlicher vom Judentum abzugrenzen.

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