EURE FRAGE

Wie steht das Judentum zu Suizid?

FRAGEN TEILEN
UNSERE ANTWORT

Im Judentum ist Suizid nicht erlaubt, jedoch gibt es eine differenzierte Betrachtung von Suizid als Folge einer psychischen Krankheit. 

Der Erhalt des Lebens gilt im Judentum als oberstes Gebot. Der Wert eines menschlichen Lebens ist somit unantastbar und unabhängig von Alter, Gebrechlichkeit oder gesundheitlichen Einschränkungen. Selbst am Schabbat darf man Gebote überschreiten, um das Leben zu bewahren. Daraus folgt, dass man das eigene Leben nicht gefährden oder selbstständig beenden darf. Ferner ist es auch verboten, das Ableben eines im Sterben liegenden Menschen durch das eigene Handeln zu beschleunigen. 

Allerdings gibt es eine differenzierte Betrachtung, wenn es um die geistige Gesundheit des Individuums geht. Der jüdische Rechtsmaßstab für Suizid verlangt, dass eine Person bei klarem Verstand handelt. Viele zeitgenössische Rabbiner und jüdische Gelehrte glauben daher, dass Menschen, die aufgrund schwerer psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder bipolaren Störungen Suizid begehen, nicht als vollständig verantwortlich angesehen werden können. In solchen Fällen wird die psychische Erkrankung als ein wichtiger Faktor betrachtet, der die moralische und rechtliche Bewertung des Suizids beeinflusst. Der Tod wird dann nicht als klarer Fall von Suizid angesehen, sondern als Folge einer Krankheit. Moderne jüdische Ethik betont zunehmend die Notwendigkeit, psychische Erkrankungen ernst zu nehmen und Unterstützung sowie Mitgefühl für Betroffene bereitzustellen.

Weiterführende Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

Herz
Zur Antwort
Zur Antwort
Ist Chanukka das jüdische Weihnachten?
Zur Antwort
Spielen Israelis auch die Reise nach Jerusalem?
Zur Antwort
Gibt es die Toka auch als Taschenbuch?
Zur Antwort
Zur Antwort
Warum gibt es den modernen Staat Israel?
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Ist der Bagel eine jüdische Erfindung?
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Hört man Helene Fischer auch in Israel?
Zur Antwort
Zur Antwort
Es sind keine weiteren Fragen vorhanden

Weitere Fragen gegen Hass

Darf eine praktizierende Jüdin einen Muslim heiraten?
Kann man Ivrit lernen?
Wieso gibt es nur so spärliche Informationen über die Geschichte Israels an deutschen Schulen, insbesondere die Kriege, die gegen Israel geführt wurden?
Warum tragen viele orthodoxe Juden viel zu kurze Hosen und weiße Socken dazu? Woher kommt diese Tradition?
Stimmt es, dass man einen Rabbi nicht berühren darf und warum?
Kann man aus dem Judentum austreten? 
Was ist ein Kibbuz?
Warum ist das Judentum keine missionierende Religion?
Wie ist im Judentum die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod? Gibt es eine, mehrere oder versucht man diese bewusst nicht festzulegen?
Kann man zum Judentum konvertieren?
Wie viele verschiedene jüdische religiöse Strömungen gibt es auf der Welt?
Warum werden in Deutschland sogenannte Nakba-Demonstrationen verboten?
Gibt es unterschiedliche Arten (z.B. coole und uncoole), die Gebetsriemen anzulegen?
Stellen Juden auch Weihnachtsbäume auf?
Was sind Stolpersteine?
Identifizieren sich Juden als BIPoC?
Sind Tanach und Tora das gleiche? Wie unterscheiden sie sich von der Bibel und vom Koran?
Haben Juden die Pyramiden von Ägypten gebaut?
Wie steht das Judentum zu Homosexualität?
Wieso hat Israel keine Verfassung?
Wie steht die jüdische Religion zur Transgeschlechtlichkeit?
Was ist eine Challah?
Wie hält die Kippa auf dem Kopf?
Essen Juden Schnitzel?
Kann man Jude und Christ sein?
Gibt es in Israel auch christliche Kirchen?
Welchen Israel-Reiseführer können Sie empfehlen?
Warum betonen viele jüdische Menschen, dass sie Juden sind? Ich sage zu anderen Personen nicht, dass ich Christ bin.
Gibt es auch in Deutschland ein ultraorthodoxes Judentum? Wenn ja, in welcher Ausprägung?
Wie oft spricht man in jüdischen Familien heute noch über die Shoah?
Wieso leben so viele Israelis in Berlin?
Betrifft Antisemitismus nicht auch andere „Semiten“, wie Araber oder Aramäer?
Warum wird der Zentralrat der Juden als zentrale jüdische Stimme in Deutschland erachtet, obwohl er nicht einmal die Hälfte der Jüdinnen und Juden in Deutschland vertritt?
Was ist die Hauptstadt von Israel?
Welche Städte existierten in Israel schon vor 2.500 Jahren?
Warum unterstützt die EU das Hamas-Gebiet finanziell?
Was berechtigt einen Menschen dazu, sich als Jude zu bezeichnen? Wie kann ich wissen, ob ich selbst Jude bin?
Dürfen geschiedene Juden erneut (religiös) heiraten?
Wie geht der jüdische Glaube mit Schuld/Sünde um? 
Wie sieht eine traditionelle jüdische Hochzeit aus?
Wie können jüdische Patienten kultursensibel behandelt werden?
Hatte Berlin früher ein jüdisches Viertel?
Wie (lange) trauert man im jüdischen Glauben?
Gibt es die Tora-Wochenabschnitte auch als Hörversion?
Wieso sehen manche Menschen den Begriff “Antisemitismus” kritisch?
Hat Gott im Judentum einen Namen?
Was ist Schawuot?
Warum heißt es der „jüdische“ Staat Israel?
Es sind keine weiteren Fragen vorhanden
Eine Initiative von ELNET

Die Fragemauer

Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

Schalömchen
Folge uns

Unsere Social Media Kanäle

Hütchen
Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Arbeit unterstützen würden. ELNET ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spende ist entsprechend steuerrechtlich abzugsfähig.

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Arbeit unterstützen würden. ELNET ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spende ist entsprechend steuerrechtlich abzugsfähig.