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Ja, die Klagemauer wird von Juden für verschiedene religiöse Ereignisse genutzt, auch für fröhliche. 

Im Hebräischen wird sie meist schlicht Mauer (hebr. Kotel) genannt, der Klagebezug fehlt begrifflich. Die irreführende deutsche Bezeichnung stammt aus dem Mittelalter und basiert auf der Annahme, dass Juden an der Mauer die Zerstörung ihres Tempels durch die Römer im Jahr 70 n.d.Z. beklagen. Für Juden ist die Mauer jedoch, als Überbleibsel des zweiten Tempels und damit heiligsten Ortes im Judentum, vor allem ein Ort des Gebets. Zudem fungiert sie als Symbol für den Lebenswillen, die Einheit und die Resilienz des jüdischen Volkes.

Zu dieser jüdischen Identität gehört auch Fröhlichkeit. Entsprechend feiern Familien an der Mauer beispielsweise die Bat Mizwa ihrer Tochter (die jüdische Volljährigkeit bei Mädchen) oder die Bar Mizwa ihres Sohnes (die jüdische Volljährigkeit bei Jungen).

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

Die Fragemauer

Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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