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Wie steht das Judentum zu Schwangerschaftsabbrüchen?

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UNSERE ANTWORT

Schwangerschaftsabbrüche sind im Judentum erlaubt, sofern sie medizinisch erforderlich sind oder das Leben das Frau gefährden.

Nach der jüdischen Lehre hat der Schutz menschlichen Lebens oberste Priorität. Da der Talmud den Fötus bis zum 40. Tag schlicht als Wasser bezeichnet und der Embryo auch danach primär als Teil des Körpers der Frau gesehen wird, steht der Erhalt des Lebens der Mutter über dem des noch nicht geborenen Kindes. Ist das Leben der werdenden Mutter durch die Schwangerschaft aufgrund einer physischen oder schweren psychischen Belastung gefährdet, ist die Abtreibung somit nicht nur zulässig, sondern wird etwa zur Pflicht. Unabhängig von der religiösen Bewertung richtet sich die tatsächliche Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs jedoch nach der Gesetzeslage des jeweiligen Aufenthaltslandes.

Weiterführende Informationen: 

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

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Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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