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Woher kommt der Vorwurf, dass Juden Kindermörder seien?

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Dieser antisemitische Vorwurf reicht bis ins Mittelalter zurück und zeigt eindrucksvoll, wie sich Antisemitismen über Jahrhunderte halten und verbreiten.

Mitte des 12. Jahrhunderts behauptete ein Benediktinermönch in England, dass Juden einen kleinen Jungen ermordet hätten. Dieser Vorwurf wurde anschließend aufgegriffen. Es entstand das Gerücht, dass Juden Kinder für jüdische Rituale ermorden würden – die sogenannte Ritualmordlegende. Seitdem werden Juden immer wieder mit dem antisemitischen Vorwurf des Kindermords konfrontiert. Auch auf Demonstrationen in Deutschland und anderswo sind entsprechende Parolen und Plakate leider keine Seltenheit – trotz potenzieller Strafbarkeit nach § 130 des deutschen Strafgesetzbuches (Volksverhetzung). 

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Eine Initiative von ELNET

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Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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