EURE FRAGE

Warum klingen viele jüdische Namen deutsch?

FRAGEN TEILEN
UNSERE ANTWORT

Viele jüdische Nachnamen klingen deutsch, weil sie oft auf die Orte zurückzuführen sind, an denen jüdische Gemeinschaften historisch gelebt haben.

Während auf dem europäischen Kontinent seit dem 15. Jahrhundert Vor- und Familiennamen etabliert waren, trugen die hier lebenden Juden Jahrhunderte lang nur Vorname und Vatersname (zum Beispiel Jakob Ben Abraham, also Jakob Sohn Abrahams). Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich dies: Mit der dann beginnenden rechtlichen Gleichstellung der Juden wurde es auch für sie verpflichtend, einen Familiennamen einzuführen. In Frankreich wurde etwa darauf geachtet, dass sich die Namen nicht von anderen Staatsbürgern unterschieden. In Preußen und anderen deutschen Kleinstaaten war es anders: Hier konnten Juden ihre Namen frei wählen und so wählten viele moderne Namen, inspiriert durch ihren Beruf oder ihren Wohnort, wie zum Beispiel Blumenthal, Oppenheim, Karlsruhe, Brenner oder Schuster. Da die Zeit der jüdischen Emanzipation in die Epoche der Romantik fiel, wählten viele Juden auch wohlklingende Namen wie Blumenfeld oder Rosenthal. Wieder andere wählten traditionell jüdische Familiennamen wie Cohen oder Moses. 

Doch natürlich klingen nicht alle jüdischen Nachnamen deutsch – es gibt eine große Vielfalt von jüdischen Familiennamen mit unterschiedlichsten Ursprüngen. 

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

Herz
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Sind Juden die besseren Autofahrer:innen?
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Zur Antwort
Tragen jüdische Babys eine Kippa?
Zur Antwort
Ist der Bagel eine jüdische Erfindung?
Zur Antwort
Gibt es die Toka auch als Taschenbuch?
Zur Antwort
Zur Antwort
Es sind keine weiteren Fragen vorhanden

Weitere Fragen gegen Hass

Dürfen geschiedene Juden erneut (religiös) heiraten?
Wie alt ist die Klagemauer? Wie alt ist der Felsendom?
Gibt es in der israelischen Fußballnationalmannschaft auch muslimische oder christliche Sportler?
Können alle Juden Hebräisch?
Warum wird der Zentralrat der Juden als zentrale jüdische Stimme in Deutschland erachtet, obwohl er nicht einmal die Hälfte der Jüdinnen und Juden in Deutschland vertritt?
Kann man jüdisch und kurdisch sein?
Was ist die Hauptstadt von Israel?
Warum ist Schabbat am Samstag?
Was sah der Beschluss der UN für die in Israel ansässige arabische Bevölkerung vor?
Wo mussten die Palästinenser, die vor 1948 im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina lebten, hin?
Sind Juden die besseren Tierschützer (z.B. durch das Schächten)?
Essen Juden Schnitzel?
Feiert man in Israel Silvester?
Sind Juden ein Volk oder eine Religionsgemeinschaft?
Leitet sich das Recht auf Menschenwürde aus der Thora ab?
Wie können jüdische Patienten kultursensibel behandelt werden?
Was heißt koscher?
Was ist der Chassidismus?
Wie sieht eine traditionelle jüdische Hochzeit aus?
Warum unterstützt die EU das Hamas-Gebiet finanziell?
Wie viele verschiedene jüdische religiöse Strömungen gibt es auf der Welt?
Wie viele Wörter gibt es im Hebräischen?
Wie ist im Judentum die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod? Gibt es eine, mehrere oder versucht man diese bewusst nicht festzulegen?
Erlaubt das Judentum Sex in der Schwangerschaft?
Warum kann man pro-palästinensische Demos nicht rechtssicher verbieten?
Warum wird das Jüdischsein nur von der Mutter vererbt?
Nach der IHRA-Definition ist es antisemitisch, die Existenz des Staates Israel ein rassistisches Unterfangen zu nennen. Wie darf ich dann Ben-Gvir und Smotrich kritisieren, die eine rassistische Politik fordern?
Wie viele Juden leben auf der Welt?
Wurden palästinensische Flüchtlinge jemals entschädigt?
Was hat es mit dem Chanukka-Kerzenständer auf sich?
Weshalb ist ein Davidstern auf der Flagge Israels?
Wer war David Ben-Gurion?
Wie (lange) trauert man im jüdischen Glauben?
Betrifft Antisemitismus nicht auch andere „Semiten“, wie Araber oder Aramäer?
Wo beten Juden, wenn sie keine Synagoge haben?
Wieso leben so viele Israelis in Berlin?
Wie hält die Kippa auf dem Kopf?
Ist Israel ein Apartheidstaat?
Warum gibt es keine Chanukka-Songs wie Last Christmas oder Jingle Bells?
Wie stehen Juden dem Thema künstliche Befruchtung gegenüber?
Hatte Berlin früher ein jüdisches Viertel?
Was sagen die heiligen jüdischen Schriften zum Umgang mit Andersgläubigen?
Sind Tanach und Tora das gleiche? Wie unterscheiden sie sich von der Bibel und vom Koran?
Kann man afrikanisch und jüdisch sein?
Wie geht der jüdische Glaube mit Schuld/Sünde um? 
Wer hat die Sufganiyot erfunden?
Gibt es unterschiedliche Arten (z.B. coole und uncoole), die Gebetsriemen anzulegen?
Ist der Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft nachweislich weniger geworden, seitdem es etliche Beauftragte dafür gibt?
Es sind keine weiteren Fragen vorhanden
Eine Initiative von ELNET

Die Fragemauer

Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

Schalömchen
Folge uns

Unsere Social Media Kanäle

Hütchen
Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Arbeit unterstützen würden. ELNET ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spende ist entsprechend steuerrechtlich abzugsfähig.

Spenden

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Arbeit unterstützen würden. ELNET ist als gemeinnützig anerkannt. Ihre Spende ist entsprechend steuerrechtlich abzugsfähig.