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Wo beten Juden, wenn sie keine Synagoge haben?

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Beim Gebet ist nicht der Ort, sondern die innere Einstellung und Konzentration ausschlaggebend. 

Auch wenn eine Synagoge als bevorzugter Ort für ein Gebet gilt, bedeutet dies nicht, dass man nicht auch anderswo beten kann. Ausschlaggebend ist, ob man sich dem Gebet vollkommen widmen kann. Deswegen finden sich in der rabbinischen Literatur Stellen, welche primär empfehlen in einem geschlossenen Raum, statt z.B. im offenen Feld zu beten, da die Wahrscheinlichkeit sich besser konzentrieren zu können so höher ist. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass man auf das Beten im Freien ausweichen kann, sollte die Konzentration im geschlossenen Raum stark beeinträchtigt werden, wie z.B. durch eine zu hohe Raumtemperatur im Sommer oder einem unangenehmen Geruch. So dürfen auch Reisende unter freiem Himmel beten, sofern es ihnen möglich ist, sich in eine Ecke mit möglichst viel Schutz zurückzuziehen, damit sie sich ungestört auf das Gebet konzentrieren können. Das bis heute in der Öffentlichkeit größte stattfindende Gebet war der zwölfte „Sijum Haschas“, eine Feier zum Abschluss eines Lernzyklus des Babylonischen Talmuds, im MetLife Stadium in New Jersey im August 2022 mit mehr als 90.000 Juden. 

Weiterführende Informationen:

Fragen und Antworten

Fragen gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen

Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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Mit Unterstützung verschiedener Medienpartner und dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und dem Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein sammeln, veröffentlichen und beantworten wir Fragen zum Judentum. Wir wollen damit Wissen, Verständnis und Nähe schaffen und gegen Hass, Diskriminierung und Unwissen antreten.

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