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Sind Zigaretten koscher?

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Ja, Zigaretten sind koscher. Aber viele Rabbiner raten heute dringend vom Rauchen ab oder verbieten es sogar, weil es massiv der Gesundheit schadet.

Zigaretten enthalten keine ausdrücklich nicht-koscheren Inhaltsstoffe wie Schweinefett oder Blut und gelten daher aus Sicht der Kaschrut grundsätzlich als koscher. Das bedeutet, dass es keine religiösen Speisegesetze gibt, die Zigaretten verbieten.

Allerdings hat sich die Haltung vieler rabbinischer Autoritäten in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Mit dem gesicherten Wissen um die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens – sowohl für Raucher als auch für ihre Mitmenschen – sehen viele Rabbiner das Rauchen heute als problematisch oder sogar halachisch verboten an.

Im Judentum ist der Schutz des Lebens ein zentrales Gebot (pikuach hanefesch). Deshalb wird argumentiert, dass man sich nicht bewusst und dauerhaft gesundheitlichen Risiken aussetzen darf. Zigaretten sind also formal koscher, aber aus jüdisch-ethischer Perspektive keineswegs unbedenklich.

Weiterführende Informationen:

Guski, Chajm: „Rabbi, darf ich rauchen?“, 04.02.2010, in Jüdische Allgemeine.

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Die 20 Hauptfragen und -antworten der Kampagne Fragemauer wurden von ELNET als Kampagne von Nichtjuden für Nichtjuden gemeinsam mit anderen Partnern und einem unabhängigen Beratungsgremium, dem verschiedenste jüdische wie nichtjüdische Stimmen angehören, abgestimmt. Alle darüber hinausgehenden, auf dieser Website veröffentlichten Fragen und Antworten werden alleinig von ELNET beantwortet und verantwortet.

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